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3. Ausgabe Werden auch |
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Aktuelle Ausgabe 2/2009
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Was blökt denn da? Es war im vergangenen, sehr strengen Winter, als eine Tierfreundin bei einem Spaziergang auf eine kleine Herde Schafe aufmerksam wurde. Die Tiere standen ohne Stroh und ohne jeden Unterstand im tiefen Schnee und waren der Eiseskälte schutzlos ausgeliefert. Etliche ganz kleine Schäfchen waren dabei und sogar zwei Neugeborene mit dünnem schwarzen Fell. Die Schafmütter leckten ihre Jungen ab und versuchten sie dazu zu bewegen, aus dem Schnee aufzustehen. Doch das eine Mutterschaf war selbst so geschwächt, dass es immer wieder mit den Vorderbeinen einknickte und kopfüber in den Schnee strauchelte. Andere Schafe hatten zum Teil entzündete Euter und eiternde Wunden. Es war ein erbärmlicher Anblick. Die Tierfreundin verständigte sofort das zuständige Veterinäramt. Da der Besitzer seine Fürsorgepflicht nachweislich grob verletzt hatte, wurden die vernachlässigten Tiere sofort seinem Zugriff entzogen. Doch wo sollte die kleine Herde hin?
Ein nahe gelegener Gnadenhof für in Not geratene Tiere konnte die Schaffamilie für einige Monate bei sich aufnehmen. Sie bekamen dort einen Unterstand, mit Stroh und Wärmelampen darin, ärztliche Versorgung und gutes Essen. Eines der neu geborenen Schäfchen wurde mit der Flasche gefüttert, da das Euter der Mutter stark entzündet war.
Nun erholt sich die kleine Schar prächtig, und nach einigen Wochen fassten die verängstigten Tiere langsam auch wieder Vertrauen zu den Menschen. Sie spürten, dass diese Zweibeiner das Beste für sie wollten und dass ihnen auch nie mehr ein Schlachtermesser drohen würde.
Mittlerweile ist die kleine Schafherde auf das Land des Friedens der Internationalen Gabriele-Stiftung umgesiedelt. Einige Tiere machten bei der Ankunft auf ihrer neuen Weide Freudensprünge, andere fingen sofort an, genüsslich an den feinen Kräutern zu knabbern. Wieder andere blieben ganz still stehen und lenkten ihren Blick in die Ferne über das friedfertige Land, als ahnten sie, auf welch besonderem Boden sie Heimat gefunden hatten. Den neu gebauten Unterstand, der den Namen »Haus Bethlehem - Seine Schafe« trägt, hat die Schaffamilie sofort bezogen und die allerletzten Arbeiten daran mit großem handwerklichen Interesse begleitet.
Des Abends bei eintretender Dämmerung machen es sich die Tiere im Unterstand gemütlich. Und warten auf »Zuwachs«. Denn sobald die finanziellen Mittel reichen, um die Weide zu erweitern, sollen noch weitere Schafe vor dem Schlächter gerettet werden
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