Zwei kleine "Sprinterbabys" in der Pflegestation



Vor einigen Tagen wurde in einem nahe gelegenen Tierheim Würzburg ein kleines Wildschweinmädchen abgegeben. Da dieses Tierheim aber keine Möglichkeit hat, Wildtiere eines Tages wieder auszuwildern, ging die Anfrage an die Pflegestation auf dem Land des Friedens der Internationalen Gabriele-Stiftung, ob das kleine Findelkind dort unterkommen könnte. So bezog das kleine "Sprinterbaby", wie auf dem Friedensland die Wildschweinkinder genannt werden, einen Bereich in der Auffang- und Pflegestation. Kein Tier ist gerne alleine - doch was tun? Durch einen glücklichen Umstand kam noch ein weiteres kleines Sprinterlein hinzu, und dieses hat seine ganz besondere Geschichte:



Ein Jäger hatte eine Bache, d.h. eine Wildschweinmutter, erschossen. Die kleinen Wildschweinbabys waren nach dem Schuss in alle Richtungen in den Wald davongelaufen - nur eines war einfach bei seiner toten Mutter geblieben. Der Jäger hatte es mitgenommen und dem Metzger im Dorf gebracht, damit dieser noch das Wildschweinbaby füttern konnte, um dann - wenn es groß genug sein würde - ein Spanferkel daraus zu machen.
Doch die Nachbarn des Metzgers waren Tierfreunde. Als sie das kleine Tier sahen und erfuhren, was mit ihm geschehen sollte, nahmen sie es zu sich.



Das kleine Wildschweinkind, die Tierfreunde nannten es "Schweini", lebte etwa 3 Wochen bei dieser Familie, zusammen mit 4 Hunden, 6 Katzen und noch weiteren Tieren. Den Tierfreunden ist Schweini sofort ans Herz gewachsen. Sie wussten, was er am liebsten aß, verstanden, seine Laute zu deuten, und oft saß Schweini bei einem der Familienmitglieder auf dem Schoß, wenn am Abend alle zusammen im Wohnzimmer saßen. Doch war ihnen allen auch klar, dass so ein kleines Wildtier eben kein Haustier ist, und so suchten sie einen Platz, wo der Kleine gut aufgehoben wäre.
So kam der kleine Wildschweinjunge schließlich auf das Land des Friedens der Internationalen Gabriele-Stiftung.



Und auf allen Seiten war die Freude groß: Die Familie war trotz Abschiedsschmerzes glücklich, dass ihr kleiner Freund in guten Händen war, Schweini freute sich über das neue Zuhause unter anderen Tieren seiner Art - und das kleine Sprintermädchen, das schon in der Pflegestation lebte, war froh, endlich einen Spielkameraden zu haben. Wenn die beiden Wildschweinkinder größer werden, können sie in den Auswilderungsbereich auf dem Friedensland übersiedeln, wo sie frische Waldluft und die Freiheit schnuppern können, bis sie dann eines Tages ganz zu ihren frei lebenden Artgenossen dazustoßen werden.

Helfen Sie mit!

Allein durch die Unterstützung tierliebender Menschen ist es uns möglich, Tieren auf dem Friedensland eine Heimat zu geben und neue Lebensräume für Tiere zu schaffen. Alle Herzensgaben, die Tierfreunde aus aller Welt zusammentragen, kommen unmittelbar den Tieren zugute. Möchten auch Sie helfen? "Schon 1,- Euro hilft!".

 

Die Tiere danken es Ihnen.