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Brief an die JägerDezember 2002 Werte Jägerschar, wir, die Unterzeichneten, nehmen an, dass Sie Christen sind und an Jesus, den Christus, glauben. Jesus liebte nicht nur die Menschen, er liebte auch die Tiere. Wir folgen Jesus, dem Christus, nach. Jesus, der Christus, hat den Menschen geboten, nicht nur die Menschen zu lieben, gar die Menschen, die gleicher Gesinnung sind, sondern auch die Tiere. Wir machen keinen Unterschied zwischen konfessionellen Christen und freien Christen. Wir bemühen uns, allen Menschen das Beste zu wünschen, die Liebe untereinander. Wir lieben aber auch die Tiere und folgen auch diesbezüglich der Lehre Jesu, die uns auf den Weg zur Einheit mit allen Lebewesen führt und letztlich zum ewigen Leben. Worte des Jesus, des Christus: Einige Seiner Jünger kamen zu Ihm und sprachen zu Ihm über einen Ägypter, einen Sohn des Belial, der lehrte, dass es nicht wider das Gesetz sei, die Tiere zu quälen, wenn ihr Leiden dem Menschen Nutzen bringe. Jesus sprach zu ihnen: Wir sind gegen das Jagen und Hinschlachten der Tiere. Gott gab den Menschen und den Tieren den Atem. Kein Mensch hat das Recht, einem Menschen oder einem Tier den Atem zu nehmen. Kann ein Jäger einem Tier den Atem geben? Nein! Also hat er auch nicht das Recht, ihm den Atem zu nehmen. Jeder Jäger wäre besser daran, zu fragen, was müssen wir Menschen tun, um den Tieren den Lebensraum zurück zu geben, den wir ihnen gestohlen haben? Die Jäger fragen jedoch: Wie viele Tiere müssen wir erlegen - man nennt das Hege -, damit sie auf dem engen Lebensraum, den wir Menschen ihnen gelassen haben, nicht überhand nehmen? Wer sich zur Rechtfertigung für solche Taten darauf beruft, Gott habe den Menschen geboten "macht euch die Erde untertan", der kennt seine eigene Bibel nicht. Denn in dem gleichen Kapitel, in dem dies Gott gesagt haben soll, heißt es ausdrücklich, dass den Menschen Pflanzen und Früchte zur Nahrung gegeben sind. Es ist keine Rede davon, Tiere zu töten oder zu verzehren. Solche Argumente kommen aus den Institutionen Kirche, die allen den Atem genommen haben und heute noch nehmen wollen, die nicht katholisch oder lutherisch sind. Dazu gehören auch die Tiere, denn Gott hat sie weder katholisch noch lutherisch gemacht. Wenn Sie, werte Jägerschar, christlich sind, dann werden Sie uns verstehen. Sind Sie jedoch katholisch und lutherisch pur, dann verstehen wir Sie. Die größte Geburtsstätte des Unheils sind die Institutionen Kirche. Sie haben das Unheil, den Hass, die Kreuzzüge, die Kriege, die Feindseligkeiten, den Mord an Menschen und Tieren geboren. Die lutherische Kirche hat sich der katholischen angeschlossen. Die den Institutionen Kirche nahestanden, führten aus, was diese ihnen befahl - zu töten und hinzumetzeln, letztlich auch die Tiere. Wer nicht katholisch war, wurde entweder zwangschristianisiert oder niedergemetzelt. Die höchsten kirchlichen Feiertage - Weihnachten und Ostern - sind auch die größten Schlachtfeste des Jahres!" Die Lust am Töten übertrug sich auf die Jagd der Kardinäle und Bischöfe und der weltlichen Feudalherren. In den Wäldern metzelten sie hin, was vor ihre Flinte kam. Der Schöpfer machte eben die Tiere nicht katholisch noch lutherisch und das auch nicht bis zum heutigen Tag. Deshalb wird auch heute noch alles, was nicht katholisch oder lutherisch ist, verfolgt, diskriminiert, gejagt, gehetzt und niedergemacht. Mit der Lehre Jesu hat das nichts zu tun. Es sei wiederholt: In Anbetracht des Diebstahls von Land, von Lebensraum für die Tiere, wäre besser, zu fragen: Was können wir tun, um der Tierwelt den Lebensraum zurück zu geben, statt sie niederzumetzeln und ihnen den Atem zu nehmen. Menschen, deren Gewissen intakt war, wie z.B. Johann Wolfgang von Goethe, sagten: "Die religiöse Ehrfurcht vor dem, was unter uns ist, umfasst natürlich auch die Tierwelt und legt den Menschen die Pflicht auf, die unter ihm entstehenden Geschöpfe zu ehren und zu schonen", und "Jagd ist doch immer eine Form von Krieg". Zum Fleischessen sprach der Schriftsteller Volker Elis Pilgrim: "Das Fleisch, das wir essen, ist ein mindestens zwei bis fünf Tage alter Leichnam." Der Schriftsteller der Romantik, Josef von Görres, sagte: "Wer über das gewöhnliche Leben hinaus will, der scheut blutige Nahrung und wählt nicht den Tod zu seinem Speisemeister." Und die Autorin Marie-Luise Holzer-Sprenger mahnte: "Fleisch ist ein Stück Lebenskraft, so lange es lebt." Vielleicht denkt so mancher über diese Aussagen nach. Vielleicht heben Sie alle die Schultern und sagen, es ist nun mal so, die Zeit hat sich geändert. Oh ja, die Menschen sind brutaler geworden, besonders jene, die sich zur Kirche des Unheils bekennen. Aber Gott hat sich nicht geändert. Er ist weder katholisch noch lutherisch geworden, ebenso nicht Seine Tierwelt. Und Jesus war kein Jäger, sondern ein Menschenfischer. Um zum Abschluss zu kommen, folgendes zum Nachdenken: Dürften wir Ihnen, gemäß Ihrer Menschlichkeit, das wünschen, was Sie den Tieren wünschen, die Gottes Geschöpfe sind? Dürften wir gemäß der Menschlichkeit der Landwirte, der Metzger, der Wissenschaftler, die die Tierversuche durchführen, ihnen das wünschen, was sie den Tieren zudenken und zusprechen? Wir hoffen und wünschen, dass allen ihr gutes Gewissen ein sanftes Ruhekissen ist. In diesem Bewusstsein in wahrer christlicher Verbundenheit....
Erklärung von Tierfreunden zum Thema Tierschutz und Jagd:Unterstützen Sie durch Ihre Unterschrift!
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