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Aktuelle Ausgabe 2/2009
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So mancher ehrliche Versuch, durch das Anlegen von Biotopen dem dramatischen Rückgang der Arten entgegenzuwirken, scheitert an der konventionellen Landwirtschaft: Ein Käfer, der in einem neu angepflanzten Buschwerk wieder einen Lebensraum gefunden hat, erleidet wenige Meter weiter durch Pestizide den sicheren Tod, und Vögel und andere Tiere finden in der herkömmlichen Landwirtschaft kaum giftfreie Nahrung. Zudem besteht die Angst, Hecken würden die wirtschaftliche Fläche und somit den Ertrag schmälern - kurzum: Naturschutz und landwirtschaftliche Interessen gelten in der althergebrachten Vorstellungswelt als unvereinbar. Das Land des Friedens beweist jedoch, dass ein Miteinander von Naturschutz und Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern sogar sehr segensreich ist. Im Friedfertigen Landbau wird ganz ohne Chemie und auch ohne Mist und Gülle gearbeitet. Die Böden sind dadurch gesund, in den Getreidefeldern findet man wieder Kornblumen, Kornraden und Mohn - ein Bild wie aus vergangenen Tagen. Die Insekten und Vögel, die die Heckenzüge entlang der Felder bevölkern, halten so genannte „Schädlinge“ im gesunden Gleichgewicht - so können die Felder gute Frucht bringen. Und was für die Vogelwelt sehr wertvoll ist: Die Halme wachsen längst nicht so eng wie im konventionellen Landbau, so dass Vögel wie z.B. die Feldlerche die Möglichkeit haben, auf der Erde zwischen den Halmen umherzulaufen, um nach Körnern zu suchen. So trägt der Friedfertige Landbau entscheidend zur Artenvielfalt im Biotopverbund bei.
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