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Auch Schafe müssen zum Zahnarzt...
Mein Name ist Zeele. Auf das Land des Friedens kam ich vor ungefähr zwei Jahren, zusammen mit meinen Freunden Lahnke und Veena. Wir wären schon längst nicht mehr am Leben, wären wir nicht eines Tages von tierliebenden Menschen abgeholt und auf ein wunderschönes Land gebracht worden, wo schon einige andere Schafe lebten. Wir merkten sofort, dass hier einiges anders ist, als wir es gewohnt waren. Die Menschen beäugen nicht ständig unseren Körper, unser Fleisch, und ob wir schnell genug an Gewicht zulegten. Sie geben uns zu essen, damit wir satt werden, und nicht, um uns fett und kugelrund zu machen. Und dann das Essen selbst... ein Gedicht! Wir bekommen keine Abfälle, sondern wirklich gute Nahrung. Manchmal mischen unsere Betreuer extra gute Kräuter und auch Mineralstoffe bei, damit wir gesund bleiben. Und ab und zu gibt’s auch mal ein Leckerli, ein paar Apfelstückchen oder etwas anderes. Die Menschen hier kennen uns. Sie kennen auch unsere Vorlieben. Und sie spüren, wenn es einem von uns nicht gut geht...
Zahnpflege für Schafe
Wir konnten es am Anfang nicht glauben, aber die Menschen hier kümmern sich sogar um unsere Zähne! Früher hatten wir oft Schmerzen beim Kauen, da einige unserer Zähne so scharfe Kanten bekommen hatten, dass wir uns mit jeder Kaubewegung in die eigene Wange bissen. Sie können sich vorstellen, dass einem da der Appetit ganz schön vergehen kann. Wenn ein Tier schließlich vor Schmerzen kaum noch gegessen hat, hieß es: »Die isst nichts mehr, die ist wohl krank - ab zum Schlächter...« Wenn ich an mein früheres Leben denke, kommt mir manchmal alles wie ein Albtraum vor - für die meisten meiner Artgenossen ist das immer noch Realität...
Mund gaaaanz weit aufmachen!
Jetzt, wo wir auf dem friedvollen Land leben dürfen, ist alles ganz anders. Ungefähr zweimal im Jahr kommt eine Zahnpflegerin. Wir kennen sie schon und haben sie alle sehr gern. Sie ist sehr nett zu uns und erklärt uns immer, was sie gerade macht. Sie prüft immer erst einmal, wie es um unser Gebiss bestellt ist: ob es scharfe Kanten gibt, ob ein Zahn schief wächst, ob es Zahnstein gibt oder Zwischenräume, in denen sich Grasreste angesammelt haben. Dann werkelt sie und schleift und raspelt an unserem Gebiss herum, bis alles passt. Einigen von uns hat sie auch schon einmal einen Zahn gezogen. Das ist dann schon was Größeres - aber weil die Zahnpflegerin so nett ist, übersteht man auch diese Prozedur ... Nach jeder Zahnbehandlung gibt’s ein Leckerli zur Belohnung. Die Zahnpflegerin sagt dann: »Bis zum nächsten Mal« und macht sich Notizen, was genau sie bei jedem von uns gemacht hat. Wir Schafe sind sehr dankbar für die Zahnbehandlungen, besonders dann, wenn wir so richtig genussvoll ins frische Gras beißen können, ohne dass uns beim Kauen irgendetwas weh tut.
»Schmerzen beim Kauen? Nicht nach einer Zahnpflege!«
Schön, wenn man beim Grasen wieder so richtig zubeißen kann! Weitere Geschichten und Erlebnisse auf dem Land des Friedens finden Sie in unserer aktuellen Ausgabe der Broschüre »Die Hoffnung der Erde«. Diese können Sie hier als PDF Downloaden. |
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