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Die Prinzessinen erkunden das Land des Friedens
Am Anfang war es nur eine, die Kleinste. Ganz vorwitzig ist sie, unter dem Begrenzungsband der Weide hindurch, hinausgeschlüpft. Nicht, um das Weite zu suchen – doch offenbar standen außerhalb der Weide die delikateren Kräutlein. Jedenfalls zog die junge Dame es vor, auf der anderen Seite des Zaunes zu speisen. Irgendwann sind dann die anderen vier Salers-Kühe, die aufgrund ihres edlen Wesens auch »Prinzessinnen« genannt werden, ebenfalls auf den Geschmack gekommen. Nur haben sie es nicht bei einem kleinen kulinarischen Abstecher bewenden lassen, sondern sind des Nachts losgezogen, um das ganze Land des Friedens zu erkunden. Möglich, dass sie den Rehen und Hasen, die immer zu Besuch an die Weide gekommen waren, einen Gegenbesuch angekündigt hatten. Jedenfalls ist die Fünferbande weit in den Wald und in das nächstgelegene Tal hineingewandert, wo viele Wildtiere ihr Zuhause haben. Und schließlich: Zum krönenden Abschluss haben sich in den Weizen- und Dinkelfeldern am Rande des friedfertigen Landes an dem jungen, frischen Grün der Getreidepflänzchen gütlich getan. Mit erlesensten Speisen voll gegessen und sehr zufrieden, haben sich die Ladies dann gegen 2 Uhr nachts von den Zweibeinern finden lassen und sind willig und ganz gemütlich mit ihnen nach Hause spaziert. Selbstverständlich wurde nach diesem Schlemmerausflug das morgendliche Frühstück längst nicht so sehnsüchtig erwartet wie sonst. Während die fünf jungen Rinder normalerweise im Galopp angerannt kommen, sobald die ersten Leckereien nahen, sind sie an jenem Morgen eher gemächlich dahergetrottet... Da sich die Zweibeiner nicht jede Nacht auf die Suche nach ihren fünf Prinzessinnen machen können, wurde der Zaun der Weide nachgebessert. Doch das Ziel ist, dass das Land des Friedens weiter wächst, dass mit Hilfe vieler Freunde und Förderer noch viele Wiesen und Wälder erworben werden können und es bald gar keine Zäune mehr braucht. Jedes Tier soll einst frei dorthin wandern können, wohin es möchte – ohne dass die Gefahr besteht, nach ein paar Metern einem nicht so wohl meinenden Menschen in die Arme, ins Messer oder vor die Flinte zu laufen. Damit diese Vision möglichst bald Wirklichkeit wird, bitten wir im Namen der Tiere um Mithilfe: Schon 1,- Euro hilft! |
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