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Ein kleiner Frechdachs wird erwachsen



"Sie ist wirklich ein Frechdachs", sagt die Dachsretterin über Susi, das kleine Dachsmädchen. Überall zieht sie sich hoch, büchst aus, versteckt sich, macht jeden Unsinn und kann dabei so herzallerliebst gucken, dass man ihr nichts übelnehmen kann. Susi war von Spaziergängern gefunden worden. Ein Häufchen Elend, ohne Mutter, abgemagert und unterkühlt.
Sie brachten das Dachskind in eine kleine Wildtierauffangstation, die zwei Tierfreunde neben ihrer normalen Arbeit aufgebaut haben. Nur mit ärztlicher Betreuung, Infusionen und Aufbauspritzen war es möglich, dass Susi überlebte.



Die Kräfte kehrten zurück und auch der Appetit. Milch aus der Flasche, dann die erste feste Nahrung... mit dem Appetit wuchs auch Susi. Als sie zu einer stattlichen Dachsdame herangewachsen war, war den beiden Tierfreunden klar, dass Susis Platz die freie Natur ist.
Doch in der Nähe des Wohngebiets, umgeben von Straßen und anderen Gefahren, wollten sie Susi nicht einfach sich selbst überlassen. Sie suchten einen geeigneten Platz, um Susi in die Freiheit zu entlassen - und der wurde erst nach langer Recherche gefunden.



Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verabschiedeten sie sich von Susi, als sie sie zur Pflegestation auf dem Land des Friedens der Gabriele-Stiftung brachten.
Schnell schloss Susi mit ihren neuen Betreuern Freundschaft.



Der kleine Frechdachs verabschiedete sich auf seine Weise: Nochmal an der Hose des Ziehvaters hochklimmen, ihn nochmal ordentlich in die Finger kneifen -- und leb wohl!




Von der Pflegestation aus wird Susi in den Auswilderungsbereich und später schließlich in den nahen Wald übersiedeln.

 

 

 

 

 

 

 

 

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