Internationale Gabriele-Stiftung für alle Kulturen weltweit - Das Saamlinische Werk der Nächstenliebe für Mensch, Natur und Tiere

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Stroh verteilen? Kein Problem!


Bei der Urrinderfamilie Maese war wieder einmal Misten angesagt: Das alte Stroh wird weggefahren, der Unterstand sauber ausgekehrt und der Boden wird mit Wasser abgespritzt. Einer der Tierbetreuer brachte einen großen Strohballen und das Einstreuen konnte beginnen. Es dauerte nicht lange, da tauchte plötzlich Cherbelan vor dem Unterstand auf, das jüngste Familienmitglied der Maeses. Als er den großen Strohballen sah, dachte er sich wohl: Stroh verteilen, das kann ich auch! Voller Tatendrang lief der kleine Stier schnurgerade auf den großen Ballen zu. Da er noch keine Hörner hatte, stieß er mit seinem Kopf kräftig gegen den Ballen, schüttelte ihn ein paar mal nach rechts und links, so dass das Stroh locker in der Luft herumwirbelte und dann zu Boden fiel. Mit einem Riesenspaß und bewundernswerter Ausdauer wiederholte Cherbelan dies so lange, bis fast der ganze Ballen verteilt war. Den Rest überließ er dem Tierbetreuer. Er schaute noch eine Weile zu, wie Strohverteilen bei einem Zweibeiner aussieht, und lief dann hinaus, um einen kräftigen Schluck frisches Wasser zu trinken – wer arbeitet, hat schließlich auch Durst. Danach schlenderte der kleine Stier langsam über die Weide, legte sich zufrieden neben seine Mutter Rika und ließ sich – offenbar mit seinem Tagwerk sehr zufrieden – fürsorglich von ihr abschlecken...

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