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„Wir lebten unter unwürdigen Bedingungen - und wurden gerettet!“
Ihr Zuhause glich einer Müllhalde, Futter gab es nur selten, frisches Wasser war Mangelware. Der Besitzer der kleinen Schafherde war über längere Zeit schwer krank und konnte sich kaum noch um die Tiere kümmern.
Als er schließlich ins Krankenhaus musste, eskalierte die Situation: Die Tiere blieben gänzlich ohne Futter und ohne Wasser zurück. Zum Glück wurden einige benachbarte Tierfreunde auf die kleine Schaffamilie aufmerksam und informierten den örtlichen Tierschutzbund, der sofort kam, um zu helfen. Den Tierschützern bot sich ein Bild des Grauens: „Wir fanden die Schafe mit einigen Lämmchen auf schmuddeligem Gelände, in einem schmuddeligen Stall, überall war Unrat und Müll, Blutspritzer waren am Boden, Hühnerkot an den Wänden, jahrelang muss der Stall nicht gemistet worden sein, so hoch stand der Mist - fest wie Beton.
Die Tiere waren völlig vernachlässigt, total abgemagert, die Lämmchen sehr schwach“. Nachdem die Tierschützer die Schafe mit Heu und Wasser versorgt hatten, wurde, wie in solchen Fällen üblich, das Veterinäramt eingeschaltet. Doch der zuständige Beamte schaute sich alles nur von außen an: Wenn der Besitzer nicht da sei, könne er sowieso nicht einschreiten. Er könne erst etwas tun, wenn tatsächlich Tiere sterben...
So waren die Tierschützer auf sich selbst gestellt – und suchten im Einvernehmen mit dem schwer kranken Besitzer eine Bleibe für die verwahrlosten Schafe. Sie klopften auch bei der Internationalen Gabriele-Stiftung an, von der sie wussten, dass sie, wenn möglich, Tiere in Not aufnehmen.
Wir überlegten nicht lange: Schon am nächsten Tag reisten wir mit einem Pferde-Anhänger an, um die geschwächten Tiere sicher auf das Land des Friedens in die Auffang- und Pflegestation zu bringen. Dort angekommen, wussten die Schafe erst nicht, wie ihnen geschah: Wo waren sie denn hier gelandet? Alles sauber, überall Stroh und Heu ... – Sogar die überlangen Klauen wurden ihnen endlich geschnitten, so dass sie wieder besser laufen konnten und die zum Teil schon verformten Gelenke entlastet wurden.
Die Tierärztin gab Aufbauspritzen, holte die lästigen und blutsaugenden Parasiten aus dem Fell und nahm Blut, um es im Labor untersuchen zu lassen. Schnell fassten die Tiere Vertrauen zu ihren Betreuern und fühlen sich jeden Tag wohler.
Und – welche Überraschung – wenige Tage nach der Ankunft kam noch ein Lämmchen zur Welt: „Schaut mich an! Ich heiße Savina – und bin glücklich, an einem so schönen Ort geboren zu sein, einem Ort des Friedens, wo kein Tier um sein Leben bangen muss.“
Helfen Sie mit!
Was die Neuankömmlinge nun dringend brauchen, ist Platz! Ein neuer Stall mit einer Weide soll entstehen, wo die kleine Herde leben kann, gut versorgt von tierliebenden Menschen.
Möchten auch Sie mithelfen, dass der Stall bald fertiggestellt werden kann? Schon 1,- Euro hilft!
Oder Sie nehmen sich der Schafe als Pateneltern an! Mit einem monatlichen Beitrag helfen Sie mit, dass ihr Patenkind ein würdiges Leben führen kann.
Übrigens: An unseren schön geschwungenen Hörnern sieht man, dass wir keine gewöhnlichen Wollschafe sind. Skudden nennen die Menschen uns. Und wir gehören zu den ältesten Schafrassen überhaupt...
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