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Friedfertiger Landbau
Als die Landwirte, die mit der Gabriele-Stiftung zusammenarbeiten, vor Jahren mit einer Landwirtschaft ohne Nutztier-haltung und ohne Mist und Gülle begannen, taten sie dies in erster Linie den Tieren zu liebe, die sie nicht schlachten wollten. Nur wenige ahnten, daß dies auch bald den Menschen zuliebe geschehen sollte: daß dieser friedfertige Getreide-, Gemüse- und Obstanbau zum Angelpunkt einer gesunden Lebensmittelproduktion werden würde. Die heute so bedeutsamen Worte „BSE-frei“ und „dioxinfrei“ hätte damals noch niemand verstanden. Auch Begriffe wie „Öko“ und „Bio“ hatten noch nicht ihre heutige Bedeutung. Die Ziele dieser Landwirte waren freilich von vornherein höher gesteckt: Es geht ihnen um die Produktion hoch wertiger und gesunder Lebensmittel in vollem Einklang mit dem Leben der Natur. Niemand soll dafür sterben müssen - weder Tiere im Stall und auf der Weide noch die Kleinstlebewesen in der Erdkrume. Chemischer Dünger, Pestizide, Mist und Gülle kommen deshalb nicht zum Einsatz. Gedüngt wird mit reinen Naturstoffen und Mineralien. Der Boden wird möglichst schonend gelockert - vorwiegend durch Grubbern. Für den Friedfertigen Landbau ist der Boden ein großer, lebendiger Organismus. Wie der Mensch nach getaner Arbeit eine Ruhepause braucht, muß sich auch das Erdreich nach einer aktiven Ertragsphase erholen. Deshalb wird im Friedfertigen Landbau die sogenannte Drei-Felder-Wirtschaft praktiziert:
Die Böden werden nur zwei Jahre hintereinander landwirtschaftlich genutzt; im dritten Jahr bleiben sie brach und schöpfen neue Kraft. In der Brachezeit wachsen Gräser und Kräuter wie z.B. Klee und Kamille zur natürlichen Regenerierung des Bodens; und Milliarden von Kleinstlebewesen sind aktiv. Sie „verdauen“ Holzsubstanzen, Blätter und Stroh zu einem nährstoffreichen Humus und sorgen für einen gesunden und fruchtbaren Boden. Auch für die Tiere ist die Brache ein wichtiger Lebensraum, in dem sie ein Jahr lang ungestört leben können, ohne von Saat- und Erntearbeiten belästigt oder vertrieben zu werden.
Es gehört zum Urwissen der Menschheit, daß Pflanzen beseelte Lebewesen sind, mit denen man in Gedanken und Worten reden kann. Was allen Naturvölkern selbstverständlich war, hat die moderne Agrarindustrie vergessen. Sie behandelt Obst und Gemüse achtlos als Materie, die man gentechnisch manipuliert, mit Insektiziden und Pestiziden „behandelt“ und als Massenware auf den Markt wirft - ohne Rücksicht auf die Gesundheit der Verbraucher. Deshalb gehen die Landwirte im Friedfertigen Landbau mit den Früchten der Felder von der Aussaat über die Aufzucht, die Ernte und die Lagerung bis zum Verkauf mit äußerster Sorgfalt und Achtung vor dem Leben der Natur um. Sie machen mit der uralten Erfahrung ernst, daß man mit Pflanzen kommunizieren kann. Sie senden ihren Feldern Gedanken und Gefühle der Verbundenheit und Dankbarkeit zu. Sie bereiten sie insbesondere auf die bevorstehende Ernte vor, die für die Felder einschwerer Eingriff ist. Auch wenn auf dem Nachbarfeld noch mit Chemie und Gülle gedüngt wurde. Selbst wenn der Mensch nichts mehr davon merkt, die Tiere sind sensibler und spüren das Gift. Sie wissen in zwischen auch, daß ihr Warten am Feldrand nicht vergebens ist, denn „ihre“ Landwirte lassen für sie auf jedem Getreidefeld, das abgeerntet wird, Reste stehen, in denen die Bewohner des Feldes weiter hin Zuflucht und Nahrung finden können. Dieses Miteinander von Feldern, Tieren und Menschen sind erste Schritte in die Einheit der Natur, die zum Friedensreich gehört. Es ist zugleich die Einheit mit dem All-Geist, der alles durchwirkt. Von diesem Einheitsbewußtsein ist auch in einer Offenbarung des Gottesgeistes durch Gabriele die Rede. Dort heißt es:
Erwache täglich mehr in Mir, Ich Bin in allem Sein. Betrachte die Natur in Mir, dem Ich Bin. Sie lebt, weil Ich Bin. Betrachte den Stein, die Mineralien mit den geistigen Augen. Laß aus deinem Inneren die Urempfindung strömen, dann erklingt bewußt an dein inneres Ohr: Ich Bin die Kraft im Stein, Ich Bin das Leben. Betrachte die Blumen und Sträucher, die Bäume und Früchte mit den inneren Augen. Kommuniziere mit den inneren Kräften, die in allem wirksam sind, und du wirst wiederum Mich vernehmen, den Odem deines himmlischen Vaters, der dir zuatmet: Mein Kind, Ich Bin. Ich Bin die Sonne, Ich Bin jeder Himmelskörper, Ich Bin das Firmament und alles Sein. Ich Bin die Natur, der Stein, das Mineral, die Blume, der Strauch, die Frucht. Dieses Bewußtsein läßt sich nicht einfach "herbeimeditieren", sondern setzt die innere und äußere Tat voraus: Die Einheit mit der Natur ist nicht ohne die Einheit mit unserem Nächsten möglich. Friedfertigkeit ist nicht teilbar. Je friedfertiger der Mensch wird, um so sensibler wird er auch für das Leben der Natur und die Kommunikation mit den Naturelementen.
Alle Lebensformen haben ihren eigenen Bewußtseinsstand und stehen mit ihrer Mitwelt in Verbindung. Doch es handelt sich nicht nur um die äußerlich sichtbare Welt. Hinter der Vielfalt der Mineralien, Pflanzen und Tiere stehen noch andere Wesen, die für unser menschliches Auge nicht sichtbar sind. Die Gnomen, Elfen, Wichtel und Zwerge verschiedenster Art, die uns aus den Märchen doch so vertraut sind, sind nicht nur ein Phantasieprodukt. Hier schlägt sich ein Urwissen nie der, das immer wieder durch konkrete Erfahrungen sensitiver Menschen bestätigt wird. Aus der geistigen Welt wissen wir, dank der uns durch Gabriele übermittelten göttlichen Offenbarungen, daß es tatsächlich Naturwesen gibt, die sich unter uns bewegen und sich um die Pflanzen und Tiere kümmern:
Sie trösten mit ihren feinen, selbstlosen geistigen Bewußtseinsempfindungen; sie strahlen in die geistigen Aspekte der Tiere, Pflanzen und Mineralien die heilenden und helfenden Kräfte des Alls ein; sie trösten, schützen und bauen die stoffliche Lebensform so weit auf, wie es ihnen möglich ist. Im Zusammenwirken mit den Geistwesen, denen die Naturreiche unterstellt sind, bilden sie ein mächtiges Kommunikationsnetz, das mit einer absolut intakten Hilfsorganisation vergleichbar ist.14
Auch jeder Mensch hat den unsichtbaren Helfer und Diener an seiner Seite, Geistwesen oder Engelwesen genannt - das Wesen, das ihm beisteht und hilft, wenn er, der Mensch, hierfür bereit, d.h. ansprechbar ist. Geistwesen und Naturwesen dienen den Tieren und Pflanzen auf der Erde und auch den Mineralien. Unsichtbar wirken die Engel und die Naturwesen und stehen so im Dienst für Menschen, Tiere, Pflanzen und Mineralien. Sie bemühen sich, dem geistigen Teil der Tiere zu helfen und, soweit es ihnen möglich ist, auch dem materiellen Körper, der Ummantelung der geistigen Substanz.15
Wir können uns gut vorstellen, wie sehr die vom Menschen geschundene Natur dieser Hilfe aus der geistigen Welt bedarf. Wir können sie zwar nicht sehen, aber es ist dennoch tröstlich, zu wissen, wie eng sie mit uns verwoben ist. |
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