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3. Ausgabe Werden auch |
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Aktuelle Ausgabe 2/2009
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Das Land des Friedens erweist sich nicht nur segensreich für Tiere und Natur. Für viele Menschen ist dieses Stück Land zum Gesundbrunnen geworden. Ärzte besuchen das Land regelmäßig mit Patientengruppen, um den positiven Effekt des Landes zu Therapiezwecken zu nutzen. Eine ganzheitlich orientierte Klinik hat bereits Land inmitten des Biotopverbunds erworben, um dort ein spezielles Therapiekonzept durchführen zu können. Wir befragten zwei Ärzte, Dr. med. Carsten Wirr und André Herff, Facharzt für Allgemeinmedizin, nach der Wirkungsweise und nach den Erfolgen dieses Therapiekonzeptes.
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A. Herff: Die Vorgänge im Menschen werden durch Naturrhythmen gesteuert, z.B. durch den Tag-Nacht-Rhythmus, die Jahreszeiten oder hormonelle Rhythmen. Heutzutage sitzen Menschen sehr viel am Computer, überall ist Kunstlicht, viele arbeiten nachts, leben also völlig gegen den biologischen Rhythmus. Besuchen nun die Patienten das Land des Friedens und lassen sie die Natur auf sich wirken, dann kommt Ruhe in den Körper. Der Körper kann dann umschalten von Stress auf Erholung. Die Nerven kommen zur Ruhe, Blockaden lösen sich. Und das kann dann bei chronischen Erkrankungen einen Heilungsprozess einleiten.
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Dr. Wirr: Wir machen einen Rundgang, z.B. zu einem Aussichtspunkt, und lassen die Ruhe des Landes auf uns wirken. Wir schließen auch einmal die Augen, um Empfindungen und Gefühle besser wahrzunehmen. Auch wird die Sinneswahrnehmung geübt. Wir riechen z.B. an frischer Erde, lauschen den Vogelstimmen oder beobachten das Lichtspiel der Sonne. Auch ein Besuch bei den Tieren ist fast immer auf dem Programm. Die Patienten können z.B. Schafe oder Ziegen besuchen, mit ihnen Kontakt aufnehmen, sie als Wesen wahrnehmen - auch das ist Therapie.
A. Herff: Der friedfertige Umgang mit der Natur und den Tieren und der weiträumige Biotopverbund fernab von Lärm und Kommerz verleihen diesem Land eine ganz besondere Ausstrahlung - und eine besonders heilsame Wirkung. Das drücken auch die Patienten immer wieder aus.
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Dr. Wirr: Ein Patient äußerte sich z.B. dahingehend:„Das ist, wie wenn das Betriebssystem einfach mal runtergefahren ist und man sich auf die wesentlichen, grundlegenden Dinge konzentriert.“ Oder: „Hier ist man mit dem Atem der Natur verbunden - das wirkt irgendwie befreiend.“ Oder: „Das hat so viel mit Empfinden zu tun und mit eigenen Gefühlen, die dann aufkommen.“ Oder: „ Dieses Land hat etwas Starkes, Beruhigendes, das wir gefühlt und aufgenommen haben.“ Oder auch: “ Diese Besuche auf dem Land des Friedens haben uns zusätzliche Kräfte gegeben, die schwer zu erklären sind, aber da sind.“ So in dieser Art sind die meisten Rückmeldungen. Zu Beginn des Besuchs wird vieles aus der Natur intellektuell wahrgenommen und verarbeitet, es wird viel gesprochen. Mit der Zeit werden die Patienten weicher, offener, es ist wie ein Erwachen der Gefühlsebene. Fast jeder Patient, der auf dem Land des Friedens war, erlebte in sich eine Veränderung der Einstellung zur Natur und zu den Tieren. Diese Veränderung bringt häufig im Körper einen Prozess in Gang, der zur Heilung beitragen kann - es gibt verschiedenste Möglichkeiten, wie sich dieser therapeutische Besuch beim Einzelnen auswirkt.
Vielen Dank für das Gespräch
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