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Internationales
Kuratorium Schweiz
Dr. Mathias Ingold
Österreich
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Italien
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Martín Múgica
Frankreich
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Luxemburg
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Simbabwe
Philip Bunhu
Senegal
Jean Sadio Sabity
Togo
Hospice Dogbevi
Benin
Annette Abiassi
Burkina Faso
Jean Innocent Farma
Dem. Rep. Kongo
Aubin Minaku
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Tierbeobachtung rund um die Uhr
Die Einrichtung eines großen Biotopverbunds mit ausreichend Lebensräumen und Nahrung für frei lebende Tiere zeigt seine Wirkung: Wo man früher kaum ein Reh, kaum einen Feldhasen, kaum ein anderes frei lebendes Tier zu Gesicht bekommen hat, dauert es heute keine 10 Minuten, und man sieht irgendwo ein Tier über eine Wiese oder zwischen den Hecken spazieren.
Besonders die Vogelvielfalt hat in den letzten Jahren enorm zugenommen, und Vogelfreunde erleben Arten, die sie bisher nur von Abbildungen kannten. Das Besondere: Die zunehmende Befriedung des Landes spiegelt sich auch im Verhalten der Tiere wider: Wo die Rehe noch vor wenigen Jahren sofort Reißaus nahmen, wenn ein Mensch sich näherte, lassen sie heute wohlwollende Beobachter schon etwas näher an sich heran. Tiermütter sind mit ihren Jungen am hellen Tag auf dem Land des Friedens unterwegs und lassen die Kleinen auf offener Fläche toben und balgen. Wer dies einmal beobachten kann, erspürt den Beginn einer neuen Zeit.
Menschen aller Nationen besuchen das Land des Friedens. Sie gehen dort spazieren und beobachten den Lauf der Tiere und die Veränderungen ihrer Verhaltensweisen durch die Maßnahmen auf dem Land des Friedens.
Hierfür wurden Tierbeobachtungsstände eingerichtet, von wo aus Besucher tagsüber und die Nacht hindurch zu allen Jahreszeiten die Lebensweisen der Tiere und ihr Verhalten beobachten können.
Es waren ca. 15 Tiere, die ich aus meinem Land in Afrika nicht kenne. es stellte sich heraus, dass es sich um eine Familie von Rebhühnern handelte, die zusammen ein Staubbad nahmen. Sie hatten sich von mir überhaupt nicht stören lassen, obwohl ich nur etwa 30 m von ihnen entfernt war. Die Rebhühner gehören in Deutschland zu den bedrohten Arten."
Besucher aus Ghana: "Bei einem Spaziergang über das Land des Friedens sahen wir auf der Wiese vor uns eine Gruppe von Feldhasen umhertollen.
Nachdem wir diesem rasanten Treiben eine ganze Weile aus unmittelbarer Nähe zugesehen hatten, bemerkten wir auf derselben Wiese, ca. 20 m weiter, eine Rehmutter mit ihrem Kitz. Die Rehmutter war bei der Nahrungssuche und zeigte ihrem Nachwuchs offensichtlich, was man als Reh auf so einer Kräuterwiese alles finden kann. Wir verhielten uns ganz still. Nach einigen Minuten der Beobachtung trauten wir unseren Augen nicht: Eine Wildschweinmutter kam mit einigen kleinen Frischlingen auf dieselbe Wiese, wo schon Feldhasen, die Rehfamilie und wir, die Menschengruppe, in unmittelbarer Nähe zusammen waren. Keinem von uns ist je etwas Vergleichbares passiert. Wir waren erstaunt, wie sich "wilde" Tiere verhalten, wenn Menschen ihnen Achtung und Wohlwollen entgegenbringen..."
Ein Vogelfreund aus der Schweiz: "Ich war hoch erfreut, im beginnenden Winter ein Kornweihenpaar von der Beobachtungsstation aus erleben zu können.
Die Kornweihe gehört in ganz Mitteleuropa zu den seltensten Brutvogelarten. Die Vögel kreisten über einer der Bracheflächen im Biotopverbund. Im absoluten Tiefflug schwebten sie über die Wiesen, um dann im Rüttelflug fast über einem Punkt stehen zu bleiben. Sie flogen auch nicht weg, als ich die Station am Abend verließ, sondern gingen weiter ihrer Futtersuche nach. So etwas habe ich bei meinen bisherigen Beobachtungen noch nie zuvor erlebt."
Ein Besucher aus Luxemburg:
Weil es nachts, während die Dachse aktiv sind, ja finster ist, hatte ich mir ein Nachtsichtgerät mit einem Infrarotstrahler mitgebracht, um das Geschehen am Bau besser beobachten zu können. In der dritten Nacht endlich hörte ich Geräusche. Der große Dachs kam aus seiner Röhre heraus. Er schaute sich neugierig um und bemerkte mich, doch ließ er sich nicht beirren. Unvermittelt begann er, den Eingang in eine seiner Röhren zu vergrößern. Geschickt grub er mit seinen Vorderpfoten in die Erde hinein und schob sie unter sich durch bis an die Böschung, an der die Röhre endete. Über eine halbe Stunde lang grub er und verschwand dann in der Nacht.
In der nächsten Nacht kam ich nochmals an den Dachsbau. Zwei Stunden lang geschah gar nichts. Dann wieder ein Geräusch. Ich rechnete fest mit dem großen Dachs, den ich nun schon kannte, doch ich hatte mich getäuscht. Zwei Dachskinder kamen aus dem Bau, wesentlich kleiner als ihre Mutter, und spielten quietschfidel miteinander vor dem Eingang ihres Baus. Dann kam die Mutter aus einem anderen Eingang des Wohnsystems. Einige Augenblicke verharrten alle drei vor dem Bau. Dann verschwanden die Kleinen wieder in ihrem Zuhause und die Mutter in der dunklen Nacht. Das war ein sehr berührendes Erlebnis für mich, da man Dachse üblicherweise kaum aus der Nähe zu Gesicht bekommt.“ |
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