»Du sollst nicht töten!«
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Bei einem der Treffen im Internationalen Begegnungsort aller Kulturen weltweit im Zelt Gottes haben die Besucher vertiefende Erläuterungen zu den Zehn Geboten aus dem Gottesgeist erhalten. Die Ausführungen zum Gebot „Du sollst nicht töten“ dürfen wir hier auszugsweise wiedergeben.
»Gott, der Ewige, hat allen Seinen Geschöpfen das Leben geschenkt. Wer das Töten befürwortet, einerlei, in welcher Form und mit welcher Rechtfertigung, der ist gegen das Leben, und das Leben ist Gott. Aus Gott, dem Ewigen, sind alle reinen Seinsformen entstanden. Aus Ihm ist alles Leben hervorgegangen. Sein Odem belebt alle reinen Formen, alles Leben, denn Er ist das Leben, der Odem in allem. Wer einem Geschöpf den Odem nimmt, der richtet sich gegen den Lebensspender, den Schöpfergott, den Ewigen Geist, der in allem Leben die unvergängliche Ewige Kraft des Seins ist.
Für uns Menschen heißt Leben atmen. Wer kann uns den Atem geben? Welcher Odem belebt das Kind, das im Krieg verstümmelt, getötet wird? Wer hat das Leben in den kleinen Körper gehaucht, der im Bombenhagel zerfetzt wird? Wer gab dem Tier, das im Wald erlegt wird, den Odem? Welcher Odem lebt in dem Tier, das angstvoll seiner Schlachtung entgegensieht, das unter Qualen als Versuchstier leidet und getötet wird? Kein Mensch kann Leben geben, also dürfen wir es auch nicht nehmen, also nicht töten.
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Mutwilliges Töten ist Mord. Wenn wir ein Lebewesen mutwillig, also vorsätzlich, töten, dann sind wir gegen das Leben, also gegen Gott. Wer sich anmaßt, für seine Zwecke ein Recht zum Töten abzuleiten, der stellt sich gegen das Gebot Gottes, das Er uns durch Mose gab: “Du sollst nicht töten.“
Kann eine Regierung, können die Kirchen, die die Waffen segnen und das Töten unter gewissen Umständen befürworten, die für den Sieg des einen über den anderen beten, können sie das Leben wiedergeben?
Welche Tragweite die Verwerfung dieses Gebotes hat, können wir am Zustand dieser Welt ablesen. Wie würde diese Welt, wie würde diese Erde, ein wunderbarer Wohnplanet, bestellt sein, wenn dieses eine Gebot „Du sollst nicht töten“ konsequent erfüllt worden wäre? Über 3000 Jahre steht das Gebot mahnend vor uns Menschen. Wo stehen die Mächtigen, wo stehen die Völker, wo stehen die Regierungen, wo stehen die Kirchen, vor allem all jene, die sich „christlich“ nennen? Stehen sie in der Erfüllung dieses einen grundlegenden Gebotes? Wo steht jeder Einzelne von uns?
Jesus, der Christus hat die Erfüllung dieses Gebotes gelebt. Und Er lehrte Petrus die Gesetzmäßigkeit: „Steck dein Schwert in die Scheide, denn wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen.“
Doch wie sieht es in unserer Welt aus? In dieser Welt nimmt überall das Töten, Schlachten, das Morden und Bekriegen seinen Lauf. Saat und Ernte – Ernte und erneute Saat, Schuld – Leid – Rache: ein unheilvoller Kreislauf über den die kirchlichen Institutionen das Mäntelchen „Geheimnisse Gottes“ gehängt haben. Die Gebote Gottes, gesprochen durch Mose, sprechen eine andere Sprache – klar und unmissverständlich: „Du sollst nicht töten.“
Gott, der Ewige, ist das Leben. Er ist der Vater all Seiner Kinder. Er liebt uns alle gleichermaßen, ohne Ansehen unserer Nationalität, unserer Religion, unserer Rasse. Gerade die so genannte Christenheit betet doch seit nahezu 2000 Jahren das Vaterunser, das uns Jesus, der Christus gelehrt hat.
In dem Wort „unser“, ist die Einheit der Schöpfung enthalten. Nehmen wir dieses „unser“ ernst, so müsste in jeder Regung, die sich gegen unseren Bruder, unsere Schwester aufbaut, der mahnende Ruf ertönen: „Kain, wo ist dein Bruder Abel?“
Im Ewigen Sein gibt es keinen Tod. Es gibt kein Töten. Aus dem Ewigen Sein sprach Gott, der Ewige, durch den Propheten Mose : „Du sollst nicht töten.“ Das heißt für uns auch: Hege keine mörderischen Gedanken, versöhne dich mit deinem Nächsten. Halte Frieden. Trage Fürsorge für das Leben, denn Gott ist das Leben in jeder Lebensform.«
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